2017 - Besuch des Dialogmuseums in Frankfurt 04.November 2017

Auf Initiative von unserem Sportfreund Andreas besuchten wir am 04.11.2017 das Dialogmuseum in Frankfurt. Unter dem Motto „Dialog im Dunkeln“ wird man von einem blinden Mitarbeiter im absolut lichtlosen Raum durch verschiedene Räume geführt. Hierbei wird man mit diversen Alltagssituationen konfrontiert. So gingen wir durch einen Park, machten einen Stadtbummel und eine Bootsfahrt, und besuchten zum Abschluss die Dunkelbar. Neben dem Tastsinn war natürlich die Kommunikation sehr wichtig. Ohne fühlen, berühren und reden wäre man total hilflos der Dunkelheit ausgeliefert. Man kommt quasi gar nicht daran vorbei, miteinander in Austausch zu treten. Die Mitarbeiterin, die uns durch die Räume führte, hieß Cindy. Sie machte ihre Sache super. Und trotz der Dunkelheit fühlten wir uns immer sicher, da sie ständig mit uns redete. Besonders drastisch wurde uns die Blindheit während der „Bootsfahrt“ bewusst. Cindy übernahm hier die Reiseleitung und erklärte in der typischen Sprache einer Reiseleiterin „… auf der linken Seite sehen sie x … jetzt kommt auf der rechten Seite y … usw. …“. Und was sahen wir? Richtig … absolut nichts. Beeindruckend war vor allen Dingen die Dunkelbar. Hier wurden wir von einem Barkeeper bedient. Er wechselte Geld, schenkte in Gläser ein und machte Flaschen auf, als ob alles hell erleuchtet wäre. Und Cindy sagte dann zum Schluss: „Bevor ich euch zum Ausgang führe, räume ich noch schnell ab“. Das alles nach wie vor in absoluter Dunkelheit. Das war einfach unglaublich. Uns allen wurde durch dieses Erlebnis noch intensiver bewusst, wie kostbar doch unser Augenlicht ist.

Eine Besonderheit muss noch erwähnt werden: Da wir für die vorgeschriebene Personenzahl eine Person zu viel waren, erklärte sich Nils bereit, mit der nächsten Gruppe zu gehen. Er erzählte uns dann, dass das teilweise etwas peinlich war. Denn in der Gruppe waren auch Frauen. Und, wie vorstehend beschrieben, musste viel „getastet“ werden. Na ja, so wirklich haben wir ihm nicht geglaubt, dass ihm das peinlich war.

Zum Abschluss unseres Ausfluges hatte Andreas in der Pizzeria „Das Leben ist schön“ Plätze reserviert. Bei Essen und Getränken konnten wir dann das Erlebte ausgiebig diskutieren.

An dieser Stelle vielen Dank an Andreas für die Organisation.

Teilnehmer

Andreas, Horst, Hubert, Kornelius, Nils, Stefan Flath, Timo und Jacky.